Weltoffen, sozial und bildungsorientiert - als modernes Unternehmen folgen wir unseren Werten und übernehmen soziale Verantwortung für den längst fälligen Wandel in der Gesellschaft. Themen, die uns besonders am Herzen liegen, sind Toleranz, Bildung und Chancengleichheit. Über beispielhafte Projekte berichten wir in unserem Blog. 

Mit Kinderaugen sehen

Jedes Kind kann malen und jedes Kind soll malen – doch nicht jedes Kind erhält über seine Familie einen Zugang zu Kunst. In einem Pilotprojekt will der bekannte Maler und Regisseur Achim Freyer fern von Unterricht die Kreativität und Offenheit von Grundschülern fördern. Alle entstanden Werke des zweitägigen Malworkshops in Kooperation mit der Freudberg Gemeinschaftsschule Berlin werden in Freyers KUNSTHAUS ausgestellt und anschließend für den guten Zweck versteigert. Eines der Kunstwerke ist jetzt im Schulz Hotel Berlin Wall zu sehen.  

Den Zugang zu Kunst ermöglichen

Eine Zaubervilla wie aus dem Märchen

"Das Umfeld: Eine Zaubervilla, eine gigantische Sammlung von Kunstwerken, die über drei Stockwerke verteilt, Bild an Bild, Zimmer für Zimmer, an Wänden und sogar an den Decken hängen. Schiefe Treppen, knarrende Dielen, Winkel, Ecken und immer noch ein Raum mehr, eine Glasveranda mit Blick in den Garten.

Eine Abenteuerwelt aus einem Märchen, für Kinder (aber nicht nur für sie!) ein wahrhaftiges Paradies: Nicht virtuell oder medial erfahrbar, sondern Wirklichkeit, tatsächlich und real. Einer anderen Welt entsprungen. Der Welt des Künstlers Achim Freyer. Er selbst ist hier, mit gelben Hosenträgern und großen weißgemalten Punkten auf der schwarzen Hose.

Ein Malatelier für Kinder

Drei große  hohe Räume, in der Villa normalerweise für temporäre Ausstellungen genutzt, werden für die Kinder zum Malatelier umfunktioniert. Die Böden mit Papier abgedeckt, Farben, Malpalletten, Pinsel und Stifte zur Verfügung gestellt.  Die Kinder werden aus dem Vollen schöpfen.
Doch zuvor gibt es einen Auftrag:

Achim Freyer führt die Kinder der Freudberg Gemeinschaftsschule einen Vormittag lang durch seine Sammlung, erzählt leidenschaftlich über Künstler*innen und Werke. Seine Begeisterung ist ansteckend: Die Kinder, ausgestattet mit Papier und Bleistiften, notieren und zeichnen unmittelbar zu dem eben Gehörten und Gesehenen. Es entsteht eine Vielzahl von Zeichnungen. 

Inspiriert vom Lieblingsbild

Die Kinderhände, besser gesagt die Wahrnehmungskraft der Kinder und die ihr immanente Unverfälschtheit, macht diese Skizzenblätter zu eigenständigen Kunstwerken, denen in der Ausstellung ein besonderer Platz eingeräumt wird.

Die Zeichnungen bilden die Basis für den nächsten Tag. Ausgehend von dem jeweiligen Lieblingsbild beginnen die Kinder zu malen. Erst noch zögerlich, schwelgen sie schon bald in einem Material- und Farbrausch.

Immer wieder taucht der Wunsch auf, noch einmal die Originale aus der Sammlung sehen zu können. Die Kinder möchten von sich aus hinauf in die Sammlungsräume, möchten sich vergewissern und ihren Erinnerungen nachspüren. Hier dürfen sie sich selbständig machen, sie dürfen durch die Räume gehen, um Erkundungen einzuholen.

Kollektives Malen zu viert

Oder mit Wolfgang Ullrich gesprochen: Hier, in der Achim Freyer-Stiftung  wird „die Kunst tiefer gehängt“, vorbehaltlos und angstfrei ist sie ihren Betrachter*innen zugänglich. Die Bilder der Sammlung bieten den Kindern gute Ausgangspunkte, angeregt durch die Vielseitigkeit der Themen, der Formate und der Techniken beginnen sie schon bald eigenständig zu experimentieren, Farben zu mischen, zu übermalen, zu  komponieren.

Eigene Themenwelten fließen ein und verselbständigen sich. Die Kinder arbeiten intensiv und begeistert an ihren Werken, beginnen kollektive Werke zu schaffen, malen zu viert oder zu fünft an einem Bild. Am Ende jedes Workshoptages versammeln sich die Kinder auf der Veranda zum Gespräch mit Achim Freyer. Sie reflektieren Eindrücke des Erlebten und planen die bevorstehende Ausstellung.

Wertschätzung für Kinderkunstwerke

Die Ernsthaftigkeit und Wertschätzung, mit der Achim Freyer den Kindern begegnet, setzt sich fort in seiner Auseinandersetzung mit den entstandenen Werken. Die Auswahl, die Hängung, die Inszenierung brauchen viel Zeit und sind entscheidende Faktoren für eine gelungene Präsentation.

Der Workshop endet mit dem Beginn der Ausstellung. Bei der Vernissage haben die Kinder und auch die Besucher*innen noch einmal Gelegenheit zu malen. Eine große Leinwand lädt ein Spuren zu hinterlassen. Diesmal nur mit Schwarz. Ein großes Gemeinschaftswerk entsteht, das die Erlebnisse der letzten Tage nachvollziehbar macht. 

„…mit Kinderaugen sehen…“ gibt Einblicke in noch nie Gesehenes. Wechseln Sie den Blick!"

Moritz Nitsche & Kristiane Petersmann

Workshopleitung KUNSTHAUS
Berlin, Juni 2019

 

 

Schulz Facts

Ein gerechter Zugang zu Bildung, Chancengleichheit und Freude am Lernen – dafür steht die Freudberg Gemeinschaftsschule aus Berlin, die an dem Pilotprojekt teilgenommen hat. Die Schüler bilden einen Querschnitt der Berliner Gesellschaft. Um zuwendungsberechtigten Kindern einen Besuch der Schule zu ermöglichen, spendet Schulz Hotels bis zu 5 % seines Gewinns - und hilft damit, Bildungsgerechtigkeit zu verwirklichen.

Nizar Rokbani, einer der Gründer und Geschäftsführer von Schulz Hotels, ist begeistert von dem Kunstprojekt:

„Wir freuen uns, Kindern, die sonst keinen Zugang zu Kunst haben, nun die Möglichkeit zu bieten, gemeinsam mit einer berühmten und inspirierenden Persönlichkeit wie Achim Freyer Kunst kennen zu lernen und praktisch umzusetzen. Schließlich ist es nicht selbstverständlich, dass Kinder diesen Zugang über ihre Familien finden.“, so Rokbani.

 

Achim Freyer & Freudberg Schule

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